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[o8. DEZ. 2oo9] Ganz neu ist die Neuigkeit ehrlich gesagt nicht, Yamaha hat die beiden Avant Grand Pianos bereits anlässlich der Musikmesse 2009 in Frankfurt vorgestellt. Und doch können wir von einer Neuigkeit reden, schließlich handelt es sich dabei streng genommen um eine völlig neue Instrumentenkategorie, denn beim Yamaha Avant Grand verschmelzen Digitalpiano und akustisches Klavier beziehungsweise Flügel zu einem Instrument – traditionelle Handwerkskunst, über 100jähriger Erfahrung im Piano-Bau und eine revolutionäre Digital-Technik sind in ein obendrein äussert attraktives Instrument zusammengepackt worden. Das AvantGrand besitzt eine Tastatur aus echtem Holz und eine speziell entwickelte Flügelmechanik. Der fein abgestimmte, präzise reagierende Anschlag des Flügels gilt als wesentlicher Maßstab zur Beurteilung eines Klaviers. Das AvantGrand bietet dem Spieler eine speziell entwickelte Flügelmechanik mit dem gleichen Aufbau wie bei einem echten Flügel. Die Hämmer schlagen die „Saiten“ von unten her an. Die dadurch mögliche Feinjustierung der Gewichtsverteilung und der einzelnen Bewegungen der Hämmer führt zu einem ausgewogenen, natürlichen Spielgefühl. Neben dem Hammersensor gibt es beim AvantGrand auch einen kontaktlosen Tastensensor, der genauestens den Druck auf die Klaviatur, zeitliche Abläufe und weitere Feinheiten des musikalischen Ausdrucks erfasst. Diese Kombination von Sensoren liefert eine eindrucksvolle Sensibilität über den gesamten Bereich von Pianissimo bis Fortissimo – selbst die schnellsten Triller werden präzise erfasst und umgesetzt.
Die Pedale eines Konzertflügels sind zunächst eher leicht zu drücken, bieten dann etwas mehr Widerstand und geben zum Ende hin wieder leichter nach. Erfahrene Pianisten nutzen diesen Umstand und erzielen damit sehr differenzierte Nuancen im Klang. Die Techniker von Yamaha haben es nun geschafft, dieses Verhalten der Pedale äusserst exakt nachzubilden.
Neben einer Vielzahl von Klavierklängen verfügt das AvantGrand auch über Samples der tatsächlichen Schwingungen des Resonanzbodens aus dem Inneren des Instruments. Bei den Samplingmethoden ist dabei ein völlig neuer Ansatz gewählt worden: Damit der Schall ungehindert zur Position des Spielers gelangen kann (– wie es beim Flügel der Fall ist) wird der Klang von vier Positionen aus gesampelt: von links und rechts, aus der Mitte und an der Rückseite des Flügels. Durch dieses Sampling innerhalb des Instruments ist das Klangerlebnis beeindruckend perfekt.
Öffnen wir den Deckel des AvantGrand, werden vier eindrucksvolle Lautsprecher sichtbar, von denen ein jeder mit einem eigenen Verstärker ausgerüstet ist. Dieser Luxus reduziert die Interferenzen der verschiedenen Frequenzbereiche und ermöglicht die authentische Wiedergabe feinster klanglicher Nuancen, durch die Positionierung der Lautsprecher an den entsprechenden Stellen des ursprünglichen Samplings entsteht ein noch natürlicheres Klangbild.
Der ganze Korpus des akustischen Klaviers wird beim Spiel zu Schwingungen angeregt. Insbesondere die Vibrationen der tiefen Töne kann der Spieler am Flügel mit den Händen fühlen, ja sogar mit seinem Körper wahrnehmen. Das AvantGrand erzeugt diese Vibrationen durch das neu entwickelte Taktile Resonanzsystem (TRS). Dieses zu- und abschaltbare TRS besteht aus zwei Wandlern im Resonanzboden und erzeugt im ganzen Instrument natürliche Resonanzen. Die Hände des Spielers auf der Klaviatur spüren die Natürlichkeit des Klangs, die Füße nehmen diese Schwingungen wahr, wenn das Pedal eingesetzt wird – einfach spielen, wie auf einem echten Klavier.
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